Red Barons Webseiten

 

 

Konstantin der Große

 

 

 

 

Diocletian

 

 

Galerius

 

 

Konstantius

 

 

Maxentius

 

 

Weiter

 

Die Tetrarchen

 

Diokletian, den seine Soldaten 284 zum Kaiser gewählt hatten, erhebt 285 Maximianus zum Mitkaiser und beauftragt ihn mit der Verwaltung der Westhälfte des Römischen Reiches. Diokletian und Maximianus ernennen in ihrer Stellung als Augusti im Jahre 293 Constantius und Galerius als Juniorkaiser (Caesares) und präsumptive Nachfolger. Damit begründet Diokletian eine Herrschaft von vier Kaisern, die sogenannte Römische Tetrarchie. Die Verteilung der Macht sieht danach folgendermaßen aus:

 

A Diokletian (284-305) Orient
C Galerius (293-305) Donauprovinzen von Noricum

 bis zur Mündung

A Maximianus (285-305) Occident

(Italien, Afrika, Spanien)

C Constantius (293-305) Gallien, Britannien

 

Die Tetrarchen noch in Eintracht

 

Mit dieser Aufteilung soll das an den Rändern zerfallende römische Riesenreich besser zu verwalten sein. Im Jahre 305 danken wie vereinbart Diokletian und Maximianus gemeinsam ab und  die bisherigen Caesari Constantius und Galerius rücken zu Augusti auf. Diese ernennen Severus und Maximinus Daia zu ihren Caesaren, obwohl es mit Maxentius, dem Sohn des Maximianus, und Konstantin, dem Sohn des Constantius, zwei erwachsene Erbfolger für die Augusti gibt. Constantius und Galerius folgen also auch in der zweiten Tetrachie der ursprünglichen Idee, die fähigsten Soldaten zu Kaisern zu machen und keine Dynastie einzurichten. Damit kommt es zur 2. Tetrarchie:

 

A Galerius (305-311) Orient
C Maximinus Daia (305-309) Syrien, Ägypten
A Constantius (305-306) Occident (Britannien, Gallien, Spanien)
C Severus (305-306) Italien, Afrika

 

Als Constantius bereits 306 stirbt, akklamiert das Heer in Britannien seinen Sohn Konstantin zum Kaiser. Mit Blick auf die bestehenden Machtverhältnisse bestätigt ihn Galerius im Amt als Caesar über Britannien, Gallien und Spanien und erhebt in der 3. Tetrarchie gleichzeitig Severus als Nachfolger Constantius' zum Augustus:

 

A Galerius (305-311) Orient
C Maximinus Daia (305-309) Syrien, Ägypten
A Severus (306-307) Occident (Italien, Africa)
C Konstantin (306-312) Britannien, Gallien, Spanien

 

Die Akklamation Konstantins zum Kaiser bildet nur wenige Monate später den Präzedenzfall für den Sohn Maxentius des abgedankten Maximianus. Bei Unruhen in Rom bieten die Truppen Maxentius den Caesarentitel an, obgleich Severus Augustus in Italien und Afrika ist, und erheben ihn 306 zum Kaiser. Der Staatsstreich verläuft ohne größeres Blutvergießen. Mit diesem fünften Kaiser bricht das System der Tetrarchie auseinander.

 

 Zunächst versucht Augustus Severus den Ursurpator zu vertreiben, doch seine Soldaten laufen in Scharen zu Maxentius über. Im Jahre 307 marschiert Galerius gegen Rom, doch auch er muss die Belagerung der Stadt wegen der vielen Deserteure abbrechen. Um Klarheit zu schaffen, lässt Maxentius Severus ermorden und ernennt sich selbst zum Augustus. Daneben bemüht er sich um ein gutes Verhältnis zu Konstantin und gibt ihm seine Schwester Fausta zur Frau. Konstantin jedoch bleibt trotz der verwandtschaftlichen Beziehung im Konflikt zwischen Galerius und Maxentius neutral.

 

Auf der Kaiserkonferenz von Carnuntum im Herbst 308 wird Maxentius erneut die Anerkennung als legitimer Kaiser verweigert. Anstelle des ermordeten Severus wird Licinius zum Augustus ernannt und beauftragt, gegen Maxentius vorzugehen. Damit wird die Tetrarchie vorübergehend gerettet mit der folgenden Konstellation:

 

A Galerius (305-311) Orient
C Maximinus Daia (305-309) Syrien, Ägypten
A Licinius Occident (Italien, Afrika)
C Konstantin (306-312) Britannien, Gallien,

          Spanien

 

Labrium: Konstantin, die Hoffnung des Staates

 

 

Jetzt nimmt sich Konstantin den Maxentius vor und schlägt ihn 312 unter dem Labrium mit dem Christusmonogramm an der Milvischen Brücke.  

 

 

This page was last updated on 17 Juli, 2017