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Konstantins Entscheidung für das Christentum

 

Im Jahr 313, nachdem er unter dem Zeichen des Kreuzes gesiegt hatte, erlässt Konstantin zusammen mit Augustus Licinius das Toleranzedikt von Mailand, dass jeder Freiheit habe, gemäß seinem Willen eine Gottheit zu erwählen und sie zu verehren. Dies haben wir verfügt, damit es nicht den Anschein erwecke, als würde irgendein Kult oder irgendeine Religion durch uns Hintansetzung erfahren.

Licinius

 

Konstantinbogen in Rom

 

 

Konstantins Ziel ist, das auseinanderbrechende Reich mit einer einheitlich religiösen Weltanschauung zu kitten. Da bietet sich zunächst der Helioskult an, doch in der Bevölkerung findet der Erlösungsgedanke des Christentums einen breiteren Zuspruch. Der Monotheismus eines gütigen, verzeihenden Gottes, der nach dem Tode den gequälten Menschen ein ewiges Leben verheißt, macht die christliche Religion so anziehend. In den Gemeinden finden die Menschen Nächstenliebe, Trost und Hoffnung unabhängig von ihrer Stellung in der Gesellschaft. Wer hat nicht Quo vadis? gelesen. Für Konstantin soll der christliche Glaube die Grundlage der neuen Einheit von Reich und Religion bilden.

 

Doch damit Konstantin als den ersten christlichen Kaiser zu bezeichnen, ist schlicht falsch, denn in seinen religiösen Vorstellungen gehen der Sonnengott, den er weiter als seinen persönlichen Schutzgott ansieht, und der Christengott synkretisch ineinander über oder laufen nebeneinander her. So können noch bis ins Jahr 325 Goldmünzen datiert werden, die Konstantin zusammen mit dem Sonnengott Sol Invictus darstellen, während man nach dem Christogramm auf der unten dargestellten dreimal kleineren Silbermedaille suchen muss.

Links: Kleines Silbermedaillon Constatinus pius felix Augustus

Rechts: Großes Goldmedaillon Invictus Constantinus pius felix Augustus zusammen mit Sol invictus

 

Vergrößerung des zwei Millimeter großen Christusmonogramms im Kopfschmuck des linken Medaillons

 

Konstantins moralische Einstellung ist konträr den christlichen Idealen, denn er ist ein reiner Macht- und Gewaltmensch. Seinen Schwiegervater den ehemaligen Augustus Maximian lässt er 312 in Massilia (Marseille) erhängen und Sohn Crispus und Frau Fausta 326, ein Jahr nach dem Konzil von Nicaea, wegen angeblicher Blutschande umbringen.

 

Anfänglich zeigt Konstantin die Verehrung des Christengottes im überwiegend heidnischen Westen nicht offen. Nach der Erringung der Alleinherrschaft und im mehrheitlich christlichen Osten stellt er sich noch ungetauft als Christ dar und bezeichnet sich als Isapostolos - als den Aposteln gleich. Immer bleibt offen, was Politik und was persönliche religiöse Überzeugung ist.  

 

This page was last updated on 17 Juli, 2017