Red Barons Webseiten

 

Nun sag, wie hast du's mit der Energiewende?

 

Vortrag am 10. November 2014 bei der Seniorenunion der CDU, Freiburg

 

 

Zurück

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Baden-Württemberg will man bis 2050:
50% Energie sparen, über 80% erneuerbarer Energie verfügen
 und 90% weniger Treibhausgase abgeben.

Warum haben wir Deutschen es so eifrig mit der Energiewende, während andere Staaten das Thema wesentlich gelassener angehen? Wird bei der Umsetzung mit veralteten Technologien nicht Stückwerk betrieben? Ist der Verbrauch fossiler Energien wirklich die Ursache eines klimatischen Wandels?

 

Bei Goethe stellt Gretchen Fausten die Frage:

 

Margarete

Nun sag, wie hast du's mit der Religion?
Du bist ein herzlich guter Mann,
Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon
.

 

Faust

Laß das, mein Kind!
Du fühlst, ich bin dir gut;
Für meine Lieben ließ' ich Leib und Blut,
Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.

 

Margarete

Das ist nicht recht, man muß dran glauben.

 

Unser Nationaldichter möge mir verzeihen, dass ich die Gretchenfrage im Titel dieses Vortrags ein wenig umformuliert habe, auf die Faust dann im Sinne des heutigen Themas wohl antwortet: Will niemand sein Gefühl und seine Überzeugung rauben, worauf Margarete ihren Faust zurechtweist: Das ist nicht recht, man muß dran glauben. Zwar versetzt der Glaube Berge, doch bei der Energiewende hilft er allein nicht weiter.

 

 

 Energiewende und Klimawandel

 

Diese beiden Wörter liest man häufig gemeinsam: Eine Energiewende sei notwendig, um den Klimawandel wenn nicht zu stoppen, so doch wenigstens zu verlangsamen. Es soll ja immer noch Zweifler am Wandel unseres Klimas geben. Deshalb möge allen ungläubigen Badenern das Wort der hiesigen Winzer etwas gelten.

 

Vor zehn Jahren nahm ich an einer Weinprobe im Staatlichem Weinbauinstitut in Freiburg teil und lernte, dass man sich dort bereits im Jahre 2004 mit der Zucht hitzeresistenter Rebsorten beschäftigte. In einem Artikel einer noch laufenden Serie über Önologie in der Badischen Zeitung las ich, dass in Südbaden die Weinlese allgemein früher beginnt und dann steht dort der Satz: Aufgrund der Erderwärmung wird heute gelesen, wenn sich Säure und Zucker in einem idealen Gleichgewicht befinden. Das ist gut für die Badischen Winzer. Dagegen konnte man im Spiegel über die Wärmenot der französischen Winzer lesen: Le changement climatique, il est là. Und so frage ich mich: Wie lange wird es den guten Riesling vom Freiburger Schlossberg noch geben?

 

Rebbestandener Südhang des Freiburger Schlossbergs

Doch die entscheidende Frage ist ja hier nicht: Gibt es einen Klimawandel, sondern ist dieser durch menschliche Aktivitäten verursacht. Diese Aussage bestätigen 97% der Fachwissenschaftler aber nur 41% der amerikanischen Bevölkerung, wie eine Umfrage in den USA ergab.

 

 

 Die Aussagen des IPCC

 

Da trifft es sich gut, dass vor zehn Tagen der Weltklimarat (IPCC) seinen 5. Bericht vorgestellt hat. Darin steht, es ist extrem wahrscheinlich, dass der seit Mitte des 20. Jahrhunderts beobachtete Temperaturanstieg durch menschliche Aktivitäten, d. h., durch das Verbrennen fossiler Energieträger verursacht wurde. Die Klimaforscher, die im  4. Report von 2007 noch es ist sehr wahrscheinlich schrieben, haben in ihrem neuen Bericht klargestellt: Die Klimaveränderung passiert schneller und drastischer als projiziert war - und die Natur ist weniger widerstandsfähig, als man gedacht hat.

 

Da kommt die Aussage der Vorsitzenden des IPCC, des Inders Rajendra Pachauri, gerade recht: Um das Chaos eines unkontrollierbaren Klimawandels zu vermeiden, so wissen wir, dass wir global den Ausstoß von Treibhausgasen dramatisch reduzieren müssen, anderenfalls wird die Erwärmung bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu einem hohen, zu einem sehr hohen globalem Risiko schwerer, ausgedehnter und irreversibler Auswirkungen führen.

 

 Schon jetzt beobachten wir einen Anstieg der Meeresspiegel, schrumpfende Gletscher, abnehmende Schnee- und Eisdecken, Erwärmung der Weltmeere und häufigere und extreme Wetterlagen wie Hitzewellen und schwere Regen- und Schneestürme.

 

Ein gutes Beispiel ist der schmelzende Eisschild Grönlands, von dem von Zeit zu Zeit im Fernsehen  dramatische Bilder von abbrechenden Eisbergen zu sehen sind. Seit 2009 hat sich der jährliche Eisverlust auf inzwischen 375 Kubikkilometer pro Jahr verdoppelt.

 

 

Der Ausstoß von Treibhausgasen

 

Davon entfallen 72% auf Kohlendioxide, 18% auf Methan, und 9% auf Stickoxide.
Man beachte die 10%-Emission durch Brandrodungen zur Gewinnung von Ackerflächen (©Wikipedia/Robert. A. Rhode)

 

Wo muss man zur Verringerung der Treibhausgasemissionen ansetzen. Wer sind die größten Klimasünder?

 

Kohlendioxidemissionen verschiedener Länder absolut und pro Kopf (©dpa)

 

Frage: Wie kann man den Chinesen klarmachen, dass sie in ihren Bemühen, den Lebensstandard der Bevölkerung zu erhöhen, bitte ihren jetzigen Emissionswert von 7,1 Tonnen pro Einwohner nicht nur nicht überschreiten, sondern möglichst noch senken sollten.

 

 

Ungebremster Kohleverbrauch in China (©Der Spiegel)

Bei obenstehender Grafik verlässt den Betrachter der Mut. Was können 80 Millionen energiesparende Deutsche gegen 1,3 Milliarden Chinesen mit ihrem steigenden Energiebedarf? Doch genug vom Klimawandel, denn es gibt ein größeres Problem:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück

 

Endliche fossile Energiereserven

 

Die Welt fährt auf Reserve

Bei 7 Milliarden Menschen auf unserem Erdball werden die fossilen Energieträger knapp, aber auch die Trinkwasserreserven schrumpfen, die letzten Urwälder zur Ackerlandgewinnung werden abgeholzt und die Weltmeere leergefischt. Im Weiteren sollen jedoch nur die verfügbaren Reserven an fossilen Brennstoffen betrachtet werden..

 

Wie lange können wir noch mit fossilen Energieträgern rechnen? (©BP)

Bei der Betrachtung der obenstehenden Grafik sieht es so aus, als ob sich China beim Kohleverbrauch schon bald nach anderen Energiequellen umsehen müsste, während wir uns in Deutschland mit unseren Braunkohlelagern noch ein wenig zurücklegen könnten.

 

Doch für unseren Planeten gilt: Die fossilen Energiereserven sind endlich und viel zu wertvoll - denkt man an die Herstellung von Kunststoffen aus Kohlenwasserstoffen - um verbrannt zu werden. Im Hinblick auf die zu erwartende Verknappung der vorhandenen fossilen Energiereserven ist es besonders für ein rohstoffarmes Land wie Deutschland wichtig, nach alternativen Energiequellen zu schauen.

 

Das Ausland bewundert uns einerseits für unseren Mut und die Fortschritte bei der Energiewende, andererseits sei dieser Umstieg auf erneuerbare Energien zu teuer. Wenn uns vor allem die Amerikaner kritisieren, so sehen sie die deutsche Energiewende aus dem amerikanischen Blickwinkel. Im Gegensatz zu Deutschland verfügen die USA über beträchtliche Öl- und Gasreserven, doch sollten sie sich bei aller Euphorie über das Fracking der Ölschieferschichten nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch diese fossile Quelle einmal erschöpft sein wird. Das Versiegen von relativ leicht zugänglichen fossilen Energiequellen wird dazu führen, dass es in einigen Jahren zu einer Verknappung von Öl und Gas kommen wird, die mit beträchtlichen Preisanstiegen einhergehen wird.

 

Übrigens hatte sich Faust in Goethes Drama seine Antwort auf Gretchens Frage nach der Energiewende  bereits früher bei der Übersetzung des Johannesevangeliums in seinem Studierzimmer abgerungen: Im Anfang waren nicht Wort, Sinn und Kraft, denn da stockte Faust schon, sondern die Tat.

 

Das muss man uns faustischen Deutschen zugestehen: Wir sind eifrig tätig bei der Erschließung und dem Betrieb neuer Energiequellen und auch beim Energiesparen geben wir uns redlich Mühe.

 

 

50% Energie sparen

 

Ein wichtiger Punkt beim Sparen von Energie ist die Energieeffizienz von Stromverbrauchern. Dies kam beim Verbot der Glühlampen beim Publikum nicht gut an und wurde manchmal als Glühlampengate kritisiert.

 

Die Zukunft gehört dem Licht von LED (©Der Spiegel)

 

Bei der Isolierung von Altbauten zur Heizungsenergieeinsparung stößt man häufig auf das Problem historischer Fassaden, und wo es dann klappt, werden durch den äußeren Auftrag von Isolierschichten auf die Hauswand aus Fenstern Fensterhöhlen.

 

 Immerhin ist in Deutschland zwischen 2005 und 2012 der Verbrauch von Raumwärme, die 70% der in den Haushalten verbrauchten Energie ausmacht, um 11,9% gesunken. Weil aber insgesamt die Wohnfläche angestiegen ist, beträgt die tatsächlich Reduktion lediglich 8,4%.

 

Das wirkt alles wie Stückwerk. Experten warnen bereits, dass bei den z. Zt. niedrigen Energiepreisen die beiden wichtigen Pfeiler der Energiewende Energieeffizienz und Energiesparen in den Hintergrund treten.

 

Energiesparziele von EU-Staaten (©Die Zeit)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zurück

 

 

80% erneuerbare Energien

 

Neun Kernreaktoren in Deutschland sind bereits abgeschaltet, und wir haben es nicht bemerkt. Bei uns werden bereits 27% des Stroms durch Wind, Sonne, Biokraftstoff und Wasserkraft erzeugt. Z. Zt. gibt es eine Überproduktion an Elektrizität, so dass Deutschland im Oktober 2014 mit 5 Milliarden Kilowattstunden den höchsten Exportüberschuss in der Geschichte erzielte. Das bedeutet aber auch, dass die Strompreise im Keller sind, wovon der Verbraucher aber nichts merkt.

 

War im Jahre 2000 die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland noch 6%, so entsprechen die jetzt erreichten 27% bereits 65 Gigawatt oder dem Äquivalent von 65 Kernkraftblöcken. Bis 2020 soll diese Zahl auf 35% steigen. Bis zum Jahre 2050 sollen dann 80% der verbrauchten Gesamtenergie aus erneuerbaren Quellen stammen, wobei bei der Elektrizitätserzeugung das Ziel wohl erreicht werden wird.

 

Der Schlüssel für diese rasante Entwicklung bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sind die Einspeisevergütungen, die an die Betreiber von Wind- und Sonnenanlagen gezahlt werden. Das sind z. Zt. 17 Cent pro eingespeister Kilowattstunde. Ab Januar 2015 wird die Vergütung für Neuanlagen auf 12 Cent sinken. Die Einspeisevergütungen werden durch eine Ökostromumlage, d. h. höhere Strompreise im Rahmen des Energieerneuerungsgesetzes (EEG) gedeckt, wobei energieintensive und exportlastige Unternehmen von dieser Umlage weitgehend ausgenommen sind, was vielen Bürgern und auch der EU ein Dorn im Auge ist. Nach der Novelle zum EEG zahlen Privathaushalte 6,24 Cent pro Kilowattstunde, 1600 begünstigte Firmen aber nur 1 Cent.

Entwicklung des Strompreise und der Ökostromumlage (©BZ). Seit meinen Studentenzeiten ist der Strompreis um den Faktor 6 gestiegen, der Benzinpreis um den Faktor 7.

 

 

Stromtransport und Stromspeicherung

 

 Blick vom Fahnenbergplatz auf den Rosskopf (©Wikipedia/Michael Schmalenstroer)

Ist es besser, Strom lokal zu erzeugen oder vom Erzeuger über Stromleitungen zum Verbraucher zu transportieren? Um Übertragungsverluste zu vermeiden, ist es grundsätzlich vorzuziehen, Strom vor Ort zu erzeugen. Die Ökoalternative sind riesige Windparks vor der deutschen Küste, die über neue Stromleitungen den Strom von Nord nach Süd übertragen.

 

Gegen beide Möglichkeiten regt sich Widerstand: Die einen möchten keine Nord-Süd Stromachse nach Bayern, die anderen keine Verspargelung des Schwarzwalds. Die Amerikaner prägten für Leute mit dieser Einstellung bereits einen Namen: die NIMBYs (Not in my backyard).

 

Noch wird z. Zt. in Baden-Württemberg 50% des Stroms in Atomkraftwerken erzeugt, ein Anteil, der bis 2020 nach dem Atomausstiegsgesetz auf null heruntergefahren werden muss. Letztlich benötigen wir beides: Transport von Elektrizität aus Gegenden, in denen sie erzeugt wird, an Orte, in denen sie gebraucht wird, und eine lokale Energieerzeugung und -speicherung.

 

 

Geplante Nord-Süd Stromtrassen (©BZ)

 

Die Landesregierung möchte bis 2020 den Strombedarf zu 10% mit lokalen Windkraftanlagen decken. Ob ihr eine Steigerung von derzeit 1% auf 10% gelingt, ist fraglich, werden dazu doch 1200 Anlagen benötigt. Im Jahre 2012 wurden 13, und 2013 12 Windräder, 2014 wurde nur eine Anlage in Betrieb genommen, allerdings liegen den Behörden 268 Genehmigungsanträge vor.  Es geht nicht so recht voran im Ländle mit dem Windräderbau. Für die Verzögerung schieben sich  Regierung, Regionalverbände, Tierschützer und Umweltschutzverbände den Schwarzen Peter zu.

 

 

Im Hintergrund das geplante Pumpspeicherkraftwerk Atdorf in der Simulation.
Vorne das existierende Hornbergbecken (©Schluchseewerk)

Wenn wir die Energiewende lokal durchziehen wollen, dann brauchen wir auch Energiespeicher in der Region. Geplant ist, im Schwarzwald neben dem Schluchsee ein weiteres Pumpspeicherkraftwerk oberhalb Atdorfs zu bauen. Weil der Strompreise auf dem europäischen Markt z. Zt. so niedrig sind, scheuen die RWE die Investition 1,7 Milliarden Euro. Der Privatsektor schaut halt häufig nur auf den kurzfristig zu erzielenden Profit und plant nicht langfristig. So wollen die EnBW die Kosten für das Pumpspeicherkraftwerk allein tragen.

 

Auch bei drei geplanten Windrädern auf dem Breitnauer Kopf im Hexental waren es im Jahre 2013 nicht mehr Auerhahn oder Fledermäuse, die das Projekt behinderten, sondern vor allem wirtschaftliche Überlegungen. So wurde die Windhöffigkeit des Standorts bezweifelt. nur bei Windgeschwindigkeiten von mehr als sieben Meter pro Sekunde ist eine Wirtschaftlichkeit der Rotoren, die jeweils 2,5 Megawatt leisten und 5 Millionen Euro kosten, gegeben. Lässt sich diese Investition bei den konstant niedrigen Strompreisen rechtfertigen?

 

Das Projekt kam nur langsam voran, so dass der Münstertäler Gemeinderat Anfang August Fortschritte beim Bau der Anlage anmahnte. Da stimmte Ende Oktober der Staufener Stadtrat aus Furcht vor einer Verunreinigung der städtischen Wasserquellen am Breitnauer Kopf dagegen. Verständlich? Schließlich sind die Staufener gebrannte Kinder.

 

 

90% weniger Treibhausgase

 

In Deutschland will man bis 2020 den Treibgasausstoß um 25% reduzieren, bis zum Jahre 2050 sogar um 90%.

 

Dagegen gelangt wegen der wachsenden Weltwirtschaft, vor allem in den Entwicklungsländern, jährlich mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre. So kommt es  z. Zt. global trotz Bemühungen der Industrieländer, ihren Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern, zu keiner drastischen Reduzierung.

 

Eine weitere Erderwärmung setzt zusätzliche Treibhausgase frei. Tauen die Permafrostböden Sibiriens, so entweicht das dort festgehaltene Methan. Nach neuesten Forschungsergebnissen ist dieses Treibhausgas dreißigmal effektiver als Kohlendioxid.

 

Bisher nehmen die Ozeane etwa die Hälfte des erzeugten Kohlendioxids auf, was bereits zu einer Übersäuerung der Weltmeere und damit zum Korallensterben geführt hat. Riesige Mengen Kohlendioxid sind in der Tiefsee gespeichert. Was passiert, wenn durch eine weitere Erwärmung der Weltmeere, dieser Speicher sich nicht mehr füllt, sondern sich wie bei einem kohlesäurehaltigen Getränk entleert?

 

 

Generationengerechtigkeit

 

Bei allen Diskussionen um die Zukunft Deutschlands spielt die Generationengerechtigkeit eine entscheidende Rolle. Wenn uns auch der Klimawandel aus dem Ruder laufen sollte, so sind die von uns heute getätigten Investitionen in erneuerbare Energien unseren Enkel ein gutes Erbe; spätestens dann, wenn die Preise für fossile Energieträger in den Himmel schießen. Schließlich sind im Gegensatz zu Öl, Gas oder Kohle Sonne und Wind Energielieferanten, die keine Rechnung stellen.

 

Als Schlusswort lassen Sie mich den Direktor des Fraunhofer-Institutes für Solare Energiesysteme Eicke Weber anlässlich eines Seminars zu seinem 65. Geburtstags zitieren: Die Energiewende in Deutschland ist eine tolle Leistung. Das sollten wir mit positivem Stolz nach außen zeigen, wobei ich den zweiten Satz mit gemischten Gefühlen lese.

 

 

This page was last updated on 07 Mai, 2017