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Radeltour 2009

 

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Ausflug zum Ewigen Meer

 

Voller Tatendrang. Vor der ersten Ausfahrt ©GK

In Erwartung einiger Nachzügler

Wollgrasflöckchen am Ewigen Meer ©GK

Über die Bohlen hallt unser Schritt ©HT

 

Ein Tag auf Langeoog

 

Fertig zum Einschiffen nach Langeoog

Rückblick aufs Festland stark gegenlichtig

Gibt es noch Plätze in der Inselbahn? ©GK

Die Radmannschaft heute einmal zu Fuß


Lili Marleen

Vor der Kaserne,
Vor dem großen Tor,
Stand einen Laterne
Und steht sie noch davor,
So woll'n wir uns da wiederseh'n,
Bei der Laterne woll'n wir steh'n,
Wie einst Lili Marleen.

 

Unser beiden Schatten,
Sah'n wie einer aus,
Dass wir so lieb uns hatten,
Das sah man gleich daraus,
Und alle Leute soll'n es seh'n,
Wenn wir bei der Laterne steh'n ,
WWie einst Lili Marleen 

Lale, Marleene und Gisela

Auf zum Strand ©GK

Die Nasen im Wind ©HT und die Füße im Wasser 

Wulf bei der Betrachtung einer Muschel Gehäuse:
Am sonnigen Strand wo er beschaute
Wie Muschel Muscheln angeordnet passten ...

Nun aber nix wie weg

Ein Teil der Gruppe besuchte zunächst  Lales Grab und dann zur Stärkung ihren Sonnenhof

Alarm! Reißverschlussattacke:
 Wüllt ji wol von meene Zippers wech! ©GK

Der andere Teil der Gruppe wurde dann auch beim Naschen erwischt ©GK

Die Pfarrkirche auf Langeoog mit einem eigenartigen Altarbild ©GK

Ein Anti-Paulusbild? Das Glaubenskreuzschiff gescheitert, Menschen enttäuscht in ihrer (Früh)-Erwartung, ohne Hoffnung und am leeren Gabentisch ohne Liebe?

 

Jüdische Spuren in Esens

 

Wir hatten das Glück, dass Herr Georg Murra-Regner Vorsitzender und Leiter der Gedenkstätte Synagoge Dornum gerade zu Besuch im August-Gottschalk-Haus in Esens war. Er bemerkte unser Interesse und führte uns äußerst kompetent durch die Ausstellung mit Erinnerungsstücken an das einstige jüdische Leben in Esens.

Ein besonders tragisches Ausstellungsstück ist der: Aufruf! An die deutschen Juden beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

 

Schon 1869 hatte König Wilhelm von Preußen für den Norddeutschen Bund im Gesetz, betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung bestimmt: Alle noch bestehenden, aus der Verschiedenheit des religiösen Bekenntnisses hergeleiteten Beschränkungen der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte werden hierdurch aufgehoben.

 

So durften 12 000 deutsche Juden als vollberechtigte Staats-bürger am deutsch-französischen Krieg 1870/71 teilnehmen. In der Bevölkerung besonders beim Bürgertum jedoch war es mit der vollen Gleichberechtigung nicht weit her. Es gab im Zweiten Reich in allen Parteien einen latenten bis virulenten Antisemitismus. So ist es nicht verwunderlich, dass die deutschen Juden bei Kriegsbeginn 1914 mit ihrem Ruf nach Freiwilligen ihr deutsches Staatsbürgertum unter Beweis stellen wollten.

 

Im Ersten Weltkrieg dienten über 100 000 Juden im deutschen Heer, von denen etwa 12 000 fielen. 1500 erhielten das Eiserne Kreuz?? Erster Klasse. 30 Jahre später nahmen die Nazis diese jüdischen Kriegsveteranen zwar anfänglich von den Verfolgungen aus, doch spätestens 1942 mit den Beschlüssen der Wannseekonferenz zur Endlösung war die Schonzeit vorbei.

 

Die Marx Brothers oder ostfriesischer Witzfigurexport in die USA

 

Auf dem Photo aus dem Jahre 1946 präsentieren von links nach rechts die Brüder Chicco, Groucho und Harpo Marx die Kinder des stolzen Vaters Harpo

Groucho Marx (66) mit seiner dritten Frau Eden (22) und Tochter Melinda 1956

Der Blödelbarde Otto als ostfriesische Witzfigur ist heute schon fast nicht mehr bekannt, doch noch immer bekannt sind die inzwischen längst verstorbenen Marx Brothers. Deren Großeltern wanderten 1880 mit ihren sechs Kindern von Dornum nach New York aus. Ein der Töchter, Miene Schönberg, heiratete dort den aus dem damals deutschen Elsass stammenden Simon (Frenchie) Marx. Sie hatte mit ihm fünf Söhne, und da das Judentum bekanntlich über die Mutter vererbt wird, dürfen wir annehmen, dass sie auch die Witzfiguren-Gene an die Marx Brothers weitergab, quasi als ostfriesisch-jüdischen Export in die USA.

 

Die Slapstick-Filme der Marx Brothers aus der Dreißigerjahren, die erst nach dem Krieg in Deutschland bekannt wurden, sind inzwischen auch bei uns Kult, wenn auch in der deutschen Synchronisation viele geistreiche und -lose Wortspiele und -verdrehungen sowie groteske oder surreale Witze nicht richtig rüberkommen. Im Jahre 1956 besuchte Groucho Marx mit seiner dritten Frau den Geburtsort seiner Mutter Dornum und soll dort Friesendialekt gesprochen haben. Ich selbst habe in München Ende der 50er Jahre im AFN häufig die von Groucho Marx moderierte Rätselsendung You bet your life gehört.

Bilder und ein Teil der Information zu den Marx Brothers aus Ha Shana 5768/69, dem Heft des jüdischen Jahres 5768/69

 

 

Wurtendorf Ziallerns

 

Ziallerns ist ein ehemaliges Wurtendorf und heute Museum. Zu den Wurtendörfern  schreibt Wikipedia: In einer Phase niedrigen Meeresspiegels um Christi Geburt entstanden vielerorts in den nordwestdeutschen Seemarschen zunächst Flachsiedlungen in Meeresnähe. Infolge steigender Sturmflutspiegelstände musste das Niveau der Siedlungen jedoch erhöht werden. Dazu schütteten die Bewohner für jedes neue Haus aus Mist und Kleie einen ringförmigen, etwa 1 m hohen Hügel auf. Durch die ständige Erhöhung entstanden Hof- oder auch Kernwurten. Aus ihrem Zusammenschluss zur Dorfwurt bildeten sich im 2./3. Jahrhundert n. Chr. größeres Wurtendörfer auf einer um 4 m erhöhten Fläche gegenüber dem Umland heraus.

Bei unserer Ankunft war das Museumsgebäude von Ziallerns zwar geöffnet, aber wir fanden es dennoch verschlossen ©GK

Wir warteten auf einer Bank vor dem Museum, als sich eine Dame zu uns setzte. Sie teilte uns mit, dass die Chefin mit dem Schlüssel nun nicht mehr lange säumen würde ©HT

 

Von ihr  hörten wir dann einen fachlichen Vortrag über das Regensammelbecken der Wurt, aus dem früher das "süße" Trinkwasser für Mensch und Tier geschöpft wurde ©GK

Ansammlung von Exponaten
oder das klassische Museumskomzept ©GK

Nach dieser Sturmflut muss das Niveau der Wurt wohl um einige Meter erhöht werden

 

Die St. Martinskirche zu Tettens

 

 

Im 12. Jahrhundert aus behauenen Granitfindlingen erbaut und erst 1310 von einem Bischof geweiht ©GK

 Der reich geschmückte Altar mit dem heiligen Martin (links) ©GK

Während Eifrige die Kirche besuchten, füllten Dehydrierte ihren Wasserhaushalt im Deutschen Haus vor Ort auf ©GK

In Tettens ist die Zeit wohl stehen geblieben. Im Flur zum Klo hing dieser preußische Sieger von Tannenberg

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This page was last updated on 07 Mai, 2017