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Radeltour 2005

 

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Graal-Müritz

 

Und dann war da noch die Geschichte mit Einstein. Wie schon in den Vorjahren hatte ich Wulf vorgeschlagen, ihn für einen Abend bei seinen Vorträgen zu entlasten. Diesmal wollte ich den Teilnehmern der Radeltour jedoch nicht meine kabarettistischen Bemühungen zumuten, sondern schlug vor, zeitbezogen über Einstein vorzutragen. Zwar ist heuer Einsteinjahr, Wulf jedoch mahnte nicht den Zeit-, sondern den Ortsbezug an: Was hat Einstein mit der Ostsee zu tun? Da wusste ich nicht weiter. Als Retter in der Not trat wie so oft Nils auf, der am Abend meines Beitrags ein Heftchen aus der Tasche zog mit dem Titel: Einstein in Ahrenshoop. Danke Nils für Deine Rettung!

 

Was nun tat das Genie an der Ostsee? Nichts, er benahm sich dort wie ein ganz normaler Sommerfrischler. In einem Brief an Max Born schrieb er 1918 aus Ahrenshoop:

 

Lieber Born!

 

Hier ist es wundervoll, keine Telephon, keine Verpflichtung, absolute Ruhe. Ich kann es gar nicht mehr begreifen, wie man es in der großen Stadt aushält. Das Wetter ist nun auch wundervoll. Ich liege am Gestade wie ein Krokodil, lasse mich von der Sonne braten, sehe nie eine Zeitung und pfeife auf die sogenannte Welt ...

 

Uns geht es gut, auch der kleine Harem* frißt und gedeiht prächtig.

 

Herzliche Grüße von Ihrem Einstein

*Cousine Elsa und ihre beiden Töchter

 

Im Jahre 1918 weilte Einstein zur Sommerfrische in Ahrenshoop, im alten Zollhaus Dorfstraße 6 bei Frieda Niemann geb. Konow

 

 

 

Die Landungsbrücke von Graal-Müritz

 

 

 

Links: Wegen des warmen Wetters gehörte Eis zu unseren Grundnahrungsmitteln

 

 

Der üppige Rhododendrongarten in Graal ist einen Besuch wert

 

Bei einem Ausflug nach Ribnitz-Damgarten besuchten einige unserer Gruppe das Deutsche Bernsteinmuseum. Neben vielen anderen "Kunstwerken" aus Bernstein beeindruckte eine Nachbildung des Russischen Kaiseradlers aus dem legendären, im Krieg verschollenen und nun wiedererstandenen Bernsteinzimmer:

 

Das Bernsteinzimmer war ein Geschenk des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. an den Zaren Peter den Großen im Jahr 1716. Entworfen wurde es von dem Architekten und Bildhauer Andreas Schlüter.

 

Es wurde von 1701 bis 1709 in Danzig und Königsberg von den Bernsteinmeistern Gottfried Wolffram, Ernst Schacht und Gottfried Turau angefertigt und befand sich im Charlottenburger Schloss.

 

Es handelte sich um eine komplette Wandvertäfelung aus Bernstein, die auch als "das achte Weltwunder" bezeichnet wurde. Zar Peter bewundert das Zimmer und ließ es, nachdem er es geschenkt erhalten hatte, nach St. Petersburg bringen und im Winterpalast installieren. Zarin Katharina II. brachte es später in den Jekaterinenpalais bei Zarskoje Selo, südlich von St. Petersburg.

Text nach Wikipedia

 

Was hat der evangelische Beichtstuhl im Bernsteinmuseum zu suchen? Diese Frage konnte mir keiner beantworten.

 

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This page was last updated on 07 Mai, 2017