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Der Mythos der deutschen Atombombe

 

 

 

 

 

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Atomzertrümmerung und die Möglichkeit einer Kettenreaktion (1938)

 

 Nachdem der Engländer James Chadwig im Jahre 1932 das Neutron entdeckt hatte, beschossen in den Dreißiger Jahren Wissenschaftler in vielen Laboratorien schwere Atome mit diesen ungeladenen Teilchen in der Hoffnung, durch Neutroneneinfang und anschließender Kernumwandlung schwerere Elemente als Uran, d. h. Transurane, zu erzeugen.

 

Da fand Otto Hahn im Dezember 1938 beim Beschuss von Uran mit Neutronen keine schwereren Kerne, sondern das leichtere Element Barium. Er hatte damit, wie er es selbst formulierte, die Kernzerplatzung entdeckt. In den Weihnachtsferien wies seine ehemalige Mitarbeiterin Lise Meitner, die inzwischen im Exil in Schweden lebte, zusammen mit ihrem Neffen Otto Frisch, der aus Deutschland zu Niels Bohr nach Kopenhagen geflohen war, auf die ungeheure Energie hin, die bei der Spaltung eines Urankerns frei wird.

 

  Otto Hahn 1959

 

Bereits im März 1939 zeigte dann Leo Szilard, der nach seiner Flucht aus Deutschland als Assistent an der Columbia University untergekommen war, dass es bei der Spaltung von Uran 235 zu einer Vermehrung von Neutronen kommt. Damit war eine Kettenreaktion möglich und somit der Bau einer energie-erzeugenden Maschine oder einer Bombe.

 

This page was last updated on 25 Dezember, 2013