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Klassentreffen in Hamburg 2009 oder vom Alstertal nach Stade

 

Unsere Gastgeber Ulla und Gerd. Verliebt wie am ersten Tag. Herzlichen Dank für Eure viele Mühe!

         

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Die folgenden längeren Textabschnitte stammen nicht von mir, sondern wurden von unseren Gastgebern erstellt. Einige der Bilder stammen von  Gert Kalischer ©GK, Heide oder Jürgen Lemmermann ©HJL und Werner Wieditz ©WW.

 

Begrüßungsabend im Country House in Wellingsbüttel

 

Am Freitag dem 25. September versammelten wir uns oberhalb des Kuhteichs in Wellingsbüttel in dem auf neudeutsch "Country House" geheißenen Restaurant.  Es gab wie so oft schon fröhliches Wiedersehen - und die Vorschuss-Ehrung der Gastgeber mit überbordenden Geschenken. Bei den Gastgebern  verursachte diese Ehrung eine Art Gänsehaut  und die bange Hoffnung, dass der Verlauf der beiden Folgetage diese eigentlich zu weit gehenden Großzügigkeiten auch rechtfertigen würde.  Aber die Planung stellte sich zu unserer Freude und Erleichterung als realisierbar heraus.

 

 

Ab nach Stade

 

Im Frühtau zu Berge bestiegen wir um 8.00 Uhr den Bus von Herrn Krüger. Auch hier hatten wir Grund zur Erleichterung:  Am Tag zuvor war Herr Krüger weder telefonisch oder per Fax, noch persönlich in seiner keineswegs nur virtuellen Wohnung zu erreichen gewesen.  Auch die hilfsbereite Intervention seines Nachbarn hatte keine Ergebnisse gezeitigt, so dass wir schon eine andere Busfirma gebeten hatten, in die scheinbar gähnende Lücke einzuspringen.  Den Auftrag an diese konnten wir jedoch gerade noch rechtzeitig wieder zurücknehmen, nachdem sich Herr Krüger in letzter Minute doch gemeldet hatte. Sein Handy war mit einem anderen Bus verreist gewesen und hatte ihm so nicht zu Diensten stehen können.

 

Mit dem Wetter hatten wir wie im vorigen Jahr bei Gerti in Wien wiederum unverschämtes Glück. Eigentlich waren Schauer angesagt, aber wir hatten am Sonnabend den ganzen Tag über strahlende Sonne. Ulla und Gerd hatten hoch gepokert; denn was wäre aus unserem Stade-Stadtspaziergang, der Fleetkahnfahrt auf dem Schwinge-Stadtgraben und aus unserem Besuch bei Beckmanns Obstplantage nebst dortselbst geplantem Kaffeetrinken im Bauerngarten wohl geworden, wenn es gegossen hätte??? Nicht auszudenken.

 

Seit 1682 in Gebrauch und zuletzt bei der großen Sturmflut am 16./17. Februar 1962 eingesetzt: 6 Schüsse in rascher Folge warnen vor einem Pegelstand von 3,2 m über dem mittleren Hochwasser.

Noch ganz beeindruckt vom Blick in den Kanonenschlund traten wir den geführten Stadtrundgang an, als plötzlich eine Staderin aus der Hansezeit unseren Weg kreuzte.

Die Begegnungen der dritten Art hielten an. Als uns eine Hökerin im Inneren des Hökerhus von ihren Sorgen erzählte, hörten wir ihrer Geschichte mit Schmunzeln zu.

Wieso preußisches Militär in Stade? Nach dem gewonnenen Krieg gegen Österreich hatte Preußen das Königreich Hannover annektiert und zur Provinz Hannover degradiert.  Das Privatvermögen der regierenden Welfen wurde von Bismarck als sogenannter Reptilienfonds zur Beeinflussung von Presseberichten, ohne darüber dem Reichstag Rechenschaft abzulegen. Angeblich erhielt der immer geldbedürftige bayerische König Ludwig II. für seine Privatschatulle 4.720.000 Goldmark aus dem Welfenfonds für die Zustimmung des Königreichs Bayerns zur Gründung des Deutschen Reiches 1871

 

 

 

 

Nach dem Vorbeimarsch der Militärparade hatten wir so langsam das Stader Rathaus erreicht und wollten eben einfach nur so eintreten ...

... als sich plötzlich die Tür öffnete und der Stadtschreiber heraustrat, um die anwesenden Hamburger wegen eines längst verjährten Handelsembargos ganz wüst zu beschimpfen. Als er genug gegeifert hatte, konnten wir endlich zu den Damen ins Innere des Rathauses vordringen, die uns ihre Stoffe aus Flandern und auch von weiter her anboten

 

Plötzlich sahen wir den Stadtschreiber wieder, als er sich mit Respekt seinem Lehrer näherte. Vergnügt lauschten wir dem Dialog der beiden Herren

 

Im Beisein des Ratsschreibers schwört der Bürgermeister den Hafenmeister ein, der eben noch als Lehrer unterwegs war. Der Hafenmeister ist u. a. für das Einschwimmen des Baumwalls, eines schnöden Balkens, zu Abschottung des Hafens bei Nacht und gegen feindliche Schiffe zuständig. Im 21. Jahrhundert leistet bei dieser Arbeit ein Schlauchboot gute Dienste

 

Begegnungen mit Waschweibern an der Schwinge ©WW und Auftritt der reichsten Frau Stades

Nach so vielen Eindrücken ruhen sich die Damen aus so wie auch der Franziskanermönch, oder ist er im Gebet vertieft?

Einschiffung in zwei Spreewaldkähnen ©HJL

Mit Elektroantrieb über den Burggraben

Fröhliche Menschen winken herüber

Und nun die Ausschiffung auf der Insel ©GK

Aus englischer Zeit. Anno 1771 erbaut unter der britischen Krone King Georges III auch Kurfürst von Hannover-Braunschweig.

 

Links: Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Professor für Physik an der Universität Göttingen, Aufklärer, Aphorismenschreiber und Spötter. Was hatte sein Bronzedenkmal hier auf der Insel in Stade zu suchen? Der Bootsführer unseres Kahns nahm sich beim Abschied noch die Zeit, eine wenig schmeichelhafte Passage über die Stadt aus einem Brief Lichtenbergs vorzulesen.

 

Nun, sein Dienstherr George III schickte Lichtenberg im Mai 1773 als Landvermesser nach Stade. Von seiner Ankunft dort berichtet er am 14 Juni 1773 seinem Freund und Kupferstecher Joel Paul Kaltenhofer, der in der Tat die Position des Kupferstechers der Universität Göttingen innehatte. Wie immer in seinen Briefen pflegt Lichtenberg einen unterhaltsamen Stil, so dass ich Euch zwei Schreiben mit brisantem Inhalt hier fast ungekürzt wiedergebe:

 

Mein lieber Herr Kaltenhofer.  

 

Ich hätte Ihnen schon längst geschrieben, weil ich Ihnen einige Sachen zu sagen habe, die ich kaum mehr bey mir behalten konte, wenn ich nicht auf die Abdrücke* gewartet hätte. Da, dachte ich, (freylich von ein bisgen Faulheit unterstüzt) mußt Du doch schreiben. Du willst also lieber einen Posttag abwarten, und da wissen Sie wohl, daß man, wenn man diesem Grundsatz treu bleibt, leicht ein Dutzend Posttage nach einander abpassen kan. In diesem Falle habe ich mich befunden … durch eines hiesigen braven Mannes Unschuld, sie kamen in einem grosen Packet von Büchern an diesen Mann, der nicht zu Hauß war, und wegen der Undurchsichtigkeit des Packets sah man das meinige nicht darin, und so lag alles beysammen über wer weiß wie viel Tage, etwa 200 Schritte von meinem Hauß, und ich glaubte unter dessen grade drauf los, dass es auf 30 Meilen von mir läge …  

*Es handelt sich hier um Druckproben von Stichen der Mondoberfläche

 

Was ich Ihnen schon längst gerne gesagt hätte, ist dieses, daß ich nach der Insul Helgeland, die 10 Meilen in die See hinein liegt, gehen werde. Es ist eine dänische Insul, oder vielmehr ein aus der See hervorstehender Felsen, der seine armen Bewohner kümmerlich ernährt. Sie ist 28 deutsche Meilen von hier, ich werde auf dieser Tour Glückstadt, Cuxhaven und Ritzebüttel besehen. Da will ich das Seewasser nicht vergessen, bey diesem wollen wir uns bey einer Pfeife Taback einmal etwas zu gute thun. Sprechen, meine ich, wollen wir davon, aber Doppelbier trincken …  

 

Hamburg, wo ich mich 4½ Tage aufgehalten, ist ein höchst angenehmer Ort, sehr geschickt sich eine ziemlich vollständige Idee von den Häfen von Amsterdam und London zu machen. Ich logirte in einem Wirthshaus, wo einen in den ändern gerechnet alle secunde ein Mensch vorbey gieng, also alle Stunde 3600 Menschen mit allerley Gesichtern, Figuren und Absichten. Von Hamburg bis hieher sind, wie man um und bey Göttingen unterschiedlich glaubt, 7 Meilen, in Hannover wird es für 6 gehalten, es sind aber eigentlich nur 5, wenn man den nächsten Weg (zu Wasser) rechnet. Diesen habe ich in 5 Stunden bey sehr günstigem Wind und Hülfe der Ebbe auf einem 2 Mastigen Schif zurückgelegt. Ich habe in diesen 5 Stunden, glaube ich, 6 Pfeifen Taback geraucht und dabey englisches Bier getruncken, wozu ich meinen Schiffer einlud, der darüber so treuhertzig wurde, daß er drey Canonen Schüsse that, wir wurden von der Stader Schantze bey wehender Flagge wieder mit einem Schuß begrüßt, den wir auch mit einem Erkentlichkeits=Schuß erwiederten. Was das für ein Vergnügen war, auf einem eine Meile breiten Strohm, auf dem Schiffe hier und da, von allerley Nationen lagen, die mit der vorher­gehenden Fluth Hamburg nicht hatten erreichen können, ist nicht zu beschreiben. Wenn ich doch ein eintzigesmal eine solche Reise mit Ihnen thun könte. Sie müsten mir aber nicht Seekranck werden, denn das kan man, wenn man anders nicht über Wörter streiten will, auf der Elbe schon sehr gut werden.

 

Stade hat mir bisher noch nicht recht gefallen, der Wall ist ein außerordentlich angenehmer Spatziergang hier, wogegen der Göttingische gar nicht kan in Vergleichung kommen, mein gewöhnlicher Spatziergang geht nach der Elbe. Sie wäre gantz nah wenn man grad hinkommen könte. Ein Lichtstrahl, der von dem Ufer der Elbe nach dem Stader Thore geht, ist nicht länger als etwa einer der von der Maschmühle nach dem Wehnder Thor fährt, allein man kan dem Lichtstrahl leider nicht nachgehen, sondern ehe man an den obbenannten leuchtenden punckt über dem Elbe Ufer kommt, durchkreuzt man Strahlen dieses Punckts, die wenigstens eine halbe vierthel Meile an Stade vorbeyfahren. Ich meine eigentlich, man kan nur durch Umwege hinkommen, so daß ich es fast für weiter halte als von Göttingen nach der Papiermühle. Unten steht ein Wirthshauß, wo ich mich am vorigen Donnerstag von Morgends 8 bis Abends halb 9 aufgehalten habe, ich hatte meine Tubos [Geodätische Beobachtungsinstrumente] und ein Buch bey mir, und habe einmal mit blosen Augen 16 Schiffe zählen können, die alle mit vollen Segeln vorbey fuhren.   Ich habe wohl 100 mal an Sie gedacht. Ebbe und Fluth habe ich unter meinem Fenster. Wenn Aristoteles, der sich doch, weil er dieses Phänomen nicht erklären könte, ersäuft haben soll, da gewohnt hätte, wo ich jezt sitze und schreibe, so hätte er seine Absicht, das Ersäufen meine ich, grade aus dem Fenster erreichen können. Jezt eben ist es beynah Ebbe, und Hunde, Kühe und Betteljungens gehen jezt trocknes Fußes, wie die Kinder Israel durchs rothe Meer, durch diese Bucht der Schwinge (so heißt der hiesige Strohm) woran ich wohne, da wo in etwa 6 Stunden ein Reuter mit seinem Pferde ersaufen könte. Es ist ohnstreitig ein reitzender Anblick für einen Mittelländer, wie Sie und ich sind.

 

Vor 14 Tagen habe ich ein dreymastiges Schif von einer niedlichen Strucktur allhier unter Canonen, Paucken und Trompeten Schall und unter dem Freudengeschrey von mehr als 2000 Menschen vom Stapel laufen sehen. Auch ein Anblick, den ich in diesem Jammerthal der Zeitlichkeit noch nicht gehabt habe …  

 

 

Ich bitte meine gehorsamste Empfehlung an Dero Frau Liebste zu vermelden und zu glauben, daß ich mit vollkommenster Hochachtung bin.  

 

Ihr ergebenster Diener und Freund G. C. Lichtenberg.

 

 

 

Vierzehn Handschreiben später (man schrieb damals häufig aber im Vergleich zu E-Post und SMS ausführlicher) lässt Lichtenberg in einem zweiten Brief vom 20. Juli 1773 an Kaltenhofer nach einem Kurzbericht über seine Reise nach Helgoland an Stade und seinen Bewohnern kein gutes Haar:

 

Mein werthester Freund.

 

Am vergangenen Freytage bin ich von einer Reise von 8 Tagen nach der Insul Helgoland, ermüdet, von der lieben Sonne halb geröstet, mit ausgefahrnem Mund, übertheertem Kleide und einem Geruch wie ein getrockneter Scholle glücklich zurückgekommen.   Ich habe 6 Krüge Seewasser bey mir, aus der reinsten Quelle, und zu einer Zeit geschöpft, da es eben bey einem Südwinde sehr herrlich leuchtete … Also nun werden Sie es auch zu schmecken bekommen. Ihnen von der Insul eine Beschreibung zu machen verspahre ich bis zur ersten Pfeife Taback, die ich wieder an Ihrem Wachsstock anzünde. Sie ist in allem Betracht sehenswerth. Ich habe bey dieser Gelegenheit Cuxhaven, und, auf der Dänischen Küste, Glückstadt besucht. Im gantzen war uns die Witterung günstig und die gantze Reise angenehm. Einige bittere Stunden, die wir hatten, dienten nur dazu uns die angenehmen desto schmackhaffter zu machen. Auf der HinReise hatten wir eine so blancke See und eine solche Stille, daß wir, um nur etwas fortzukommen, rudern musten. Hingegen auf der HerReise bließ ein so derbes Windchen aus Westen, daß wir einmal in 4½ Stunde 10 Meilen zurücklegten. Die Wellen schlugen dabey öffters über das Verdeck und Tische und Stühle purzelten über einander. Von 16 Personen, die außer dem Lootsen auf dem Schiffe waren, bekamen 7 die Seekranckheit. Ich habe allerley Steine, Muscheln, Thiere und Pflantzen mitgebracht.

 

Ich wünschte sehr an Ihren Spatziergängen in den Garten Theil nehmen zu können, um so mehr, da ich Ihnen nunmehr das aufrichtige Geständniß thun kan, daß es mir in meinem Leben nirgends weniger gefallen hat als hier. Ich glaube, ich wolte in Dransfeldt [vormals kleines Dorf heute Städtchen bei Göttingen] vergnügter leben. Das gemeine Volck ist hier faul, dumm und grob, das bisgen Handel, was sie hatten, verliehren sie nach und nach völlig, zur grösten Freude der Hamburger, und eine elendere Polizey kenne ich nicht. Die meisten Vornehmen sind nicht viel besser. Um alle Kleinigkeiten wird sich bekümmert, und alles, was man hört, übel ausgelegt. Es weht hier fast beständig ein unangenehmer Wind, derzuweilen so muthwillig scherzt, daß nicht allein die Mädchen ihre Mützen und der Bürger seine Perücke, sondern sein Dach risquirt. Der Wall ist allerdings sehr angenehm, aber da gehen die oberwähnten Leute drauf, auch der Spatziergang nach der Elbe wäre schön, wenn der Wind nicht wäre. Es giebt auch zuweilen schöne Tage, sie sind aber sehr selten, vielleicht weil sie die Leute nicht werth sind, denn über andre räsonniren und spielen kan man beym Regenwetter und Wind auch, und das ist doch alles was die meisten thun. Ein paar Proben muß ich Ihnen doch geben: Ich sagte einmal, da es 8 Tage geregnet hatte: mein Barometer wäre gestiegen und wir hätten nun Hofnung gutes Wetter zu bekommen. Den folgenden Tag regnete es aber noch stärcker, dieses brachte einige Leute so auf, daß sie sagten: sie möchten nur wissen, was ich hier wolte, ich hätte können wegbleiben, anstatt hieher zu kommen und die Leute irre zu machen. Zum Glück wurde es den 2ten Tag gut und blieb, 8 Tage wenigstens, ziemlich heiter, wodurch sie wieder besänfftigt worden sind … Mir stehen die Haare zu Berge wenn ich daran gedencke, daß mein Auffenthalt sich noch leicht auf etliche Monate* hinaus erstrecken kan, weil die Witterung hier gar zu veränderlich ist.

*Lichtenberg blieb in Stade bis zum November

 

An der Beförderung des Herrn Magister Piehl [es handelt sich um seine Berufung nach Pfalz-Zweibrücken], wovon ich schon durch die Zeitungen benachrichtigt worden war, nehme ich den aufrichtigsten Antheil. Durch eine solche Verpflantzung sächsischer Genies an den Ober Rhein wird endlich die Barbarey aus jenen Gegenden verdrängt werden können, wo sie sich bisher bey herrlichem Rheinwein die Bouteille zu 4 Groschen, den der Göttinger mit 12 bezahlen muß, noch immer gütlich thut. Ich bitte ebenfalls bey Gelegenheit ihm meine Empfehlung zu vermelden. Lassen Sie sich von ihm einmal eine Beschreibung von der Lage des Baumhaußes und des FortificationsHaußes machen, und dann dencken Sie dabey, daß ich auf dem ersten etliche halbe Tage und auf dem leztern … einen der schönsten Sommer Morgen dieses Jahrs zu gebracht habe.

 

Wissen Sie warum ich Ihnen dieses rathe? Sie sollen mich einmal ein Bisgen beneiden, denn ich armer Teufel muß Sie leider zu offt jezt beneiden, wenn ich an Ihren Garten, Ihre Ruhe und Ihre Freude zurück dencke.

 

Ich bin Ihr aufrichtiger Freund G.C. Lichtenberg,

 

Noch warten wir auf die Suppe ©WW

Da ist sie schon, doch die Aufmerksamkeit gilt der Kamera

Das obligatorische Gruppenbild mit Licht und Schatten in noch undisziplinierter Aufstellung ©HJL

Immer noch gibt es viel Licht und Schatten, doch diesmal schauen alle brav in die Kamera ©GK

 

Beim Obstbauern Beckmann im Alten Land

 

Auch die lichtvollen Ausführungen von Herrn Beckmann über den Obstanbau im Alten Land und  die heute "modernen" Apfelsorten  und -bäume, die "schlanken Spindeln", sowie über die raffinierten, wissenschaftlich ausgeklügelten  Methoden der Schädlingsbekämpfung waren für uns alle überaus interessant. Bei strömendem Regen allerdings hätten wir wohl weniger gern und aufmerksam zugehört.  -  Mit Freude erfuhren wir, dass die Bauern heute eben nicht mehr wie früher wild drauflos spritzen, sondern die Menge der Insektengifte mit wissenschaftlicher Akkuratesse dosiert wird und  der Zeitpunkt des Spritzens  mit Hilfe der Jorker Pflanzenversuchsanstalt  präzise gewählt und den Bauern empfohlen wird.  Die Giftrückstände auf dem Obst sollen daher Herrn Beckmann zufolge so gering sein, dass  sie  dem Verbraucher nicht mehr schaden können.

 

Mit Bauer Beckmanns Äppelfuhre reisten wir ans hintere Ende der Obstplantage. Dort gelang es uns nicht, den Experten mit unseren vielen Fragen in Bedrängnis zu bringen ©WW

Wir kriegen die Kurve in Richtung Hof zum Bio-Shoppen mit der Vor- ©GK und der Nachhut ©HJL

Frei nach Wilhelm Busch: Wat gein mich diese Klugsnackers an

Obsteinkauf neben bairischen? Parklplätzen

 

Maritim-Museum

 

Am Sonntag, nachdem am Abend zuvor viele schon voneinander hatten tränenreichen Abschied nehmen müssen oder wollen, strömte ein reduzierter Trupp in das Maritim-Museum im Kaispeicher B.  Eine junge Doktorandin stellte uns detailliert und kompetent einige der vielen tausend  Exponate vor, unter denen uns wiederum einige besonders tief beeindruckten: -  z.B. die auf einer Weltkarte eingetragenen Routen der großen chinesischen bzw. portugiesischen und spanischen Entdecker und Eroberer; -  z.B. die in der "Schatzkammer" des Museums besonders gesicherten überaus wertvollen Segelschiffsmodelle (ab dem 18. Jh.), und hier besonders das Modell der amerikanischen Fregatte Chesapeke, das die Mannschaft während  ihrer britischer Kriegsgefangenschaft in Kanada von ihrem eigenen Schiff nur aus der Erinnerung aus Knochen  herstellte, um der zermürbenden Langeweile Herr zu werden; -  die historiographisch motivierten Gemälde von berühmten Seeschlachten.

 

Aber diese Aufzählung ist unvollkommen, und unsere beiden früheren Seeleute Niels und Georg fügten aus eigener Erfahrung faszinierende, aufschlussreiche Erläuterungen hinzu. Schließlich nahte aber auch unter uns letzten der grausige Augenblick der Trennung voneinander.   Hoffen wir, dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen werden, vielleicht in noch "altersgerechterer" Form!

 

         

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This page was last updated on 27 September, 2016